Grüne Infrastruktur
Grüne Infrastruktur nutzt natürliche und naturbasierte Systeme wie Regengärten, Stadtwälder und wasserdurchlässige Flächen, um Ökosystemleistungen im urbanen Raum bereitzustellen. GIS-basierte Standortanalysen identifizieren optimale Flächen für grüne Infrastruktur zur Regenwasserbewirtschaftung, Hitzereduktion und Verbesserung der Luftqualität.
Überblick
Grüne Infrastruktur bezeichnet das strategisch geplante Netzwerk aus natürlichen und halbnatürlichen Flächen, gestalteten Elementen und Bewirtschaftungspraktiken, das Vegetation, Böden und natürliche Prozesse nutzt, um Ökosystemleistungen im städtischen Raum bereitzustellen. Im Gegensatz zur konventionellen grauen Infrastruktur, die auf Rohren und Beton beruht, arbeitet grüne Infrastruktur mit der Natur zusammen, um Regenwasser zu bewirtschaften, städtische Hitze zu reduzieren, die Luftqualität zu verbessern, die Biodiversität zu fördern und das Wohlbefinden der Bevölkerung zu steigern.
GIS-gestützte Standortanalyse
GISGISGeographic Information Systems (GIS) enable users to analyze and visualize spatial data to uncover patterns, relation...-basierte Eignungsanalysen identifizieren optimale Standorte für Anlagen der grünen Infrastruktur, indem Faktoren wie Entwässerungsmuster, Versickerungsfähigkeit des Bodens, Anteil versiegelter Flächen, Hitzeanfälligkeit und Nähe zu von Umweltgerechtigkeit betroffenen Gemeinden bewertet werden. Fernerkundung erfasst die städtische Baumkronenbedeckung, versickerungsfähige Flächen und die Verteilung von Grünflächen über Stadtviertel hinweg. Kosten-Nutzen-Analysen vergleichen Investitionen in grüne Infrastruktur mit konventionellen Alternativen und berücksichtigen dabei Zusatznutzen wie steigende Immobilienwerte und geringere Energiekosten.
Anwendungen
Zu den Anwendungen zählen städtische Baumpflanzprogramme, die durch Analysen von Lücken in der Baumkronenbedeckung gesteuert werden, die Platzierung von Versickerungsmulden und Regengärten entlang von Korridoren mit hohem Oberflächenabfluss, Förderprogramme für Gründächer in besonders hitzeanfälligen Gebieten sowie die Planung städtischer Parks, die den Zugang für unterversorgte Bevölkerungsgruppen maximiert. Städte integrieren grüne Infrastruktur zunehmend in ihre Klimaanpassungsstrategien, da sie eine wichtige Rolle beim Aufbau von Resilienz gegenüber extremer Hitze, Überschwemmungen und einer sich verschlechternden Luftqualität spielt.
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