Differenz (räumlich)
Die räumliche Differenz subtrahiert die Fläche einer Feature-Ebene von einer anderen und erzeugt eine Ausgabe, die nur die Teile der ersten Eingabe enthält, die sich nicht mit der zweiten überschneiden. Sie wird verwendet, um ausschließliche Bereiche zu identifizieren, unerwünschte Regionen zu entfernen und räumliche Komplemente zu berechnen.
Überblick
Die räumliche Differenzoperation (auch Erase oder Clip-Invers genannt) berechnet die geometrische Subtraktion einer Feature-Ebene von einer anderen. Die Ausgabe behält nur die Teile der Eingabe-Features, die außerhalb der Erase- beziehungsweise Subtraktions-Features liegen. Attribute der Eingabeebene bleiben erhalten, während die von der Erase-Ebene abgedeckten Bereiche entfernt werden.
Funktionsweise
Die Differenz benötigt zwei Eingaben: die zu verändernden Features (Eingabeebene) und die zu subtrahierenden Features (Erase-Ebene). Die Operation schneidet die Eingabeebene entlang der Grenzen der Erase-Ebene zu und verwirft die überlappenden Teile. Die resultierenden Features behalten die Attribute und die Geometrie der Eingabeebene, abzüglich jeder Fläche, die mit der Erase-Ebene zusammenfiel. Die symmetrische Differenz, eine verwandte Operation, liefert die jeweils einzigartigen Bereiche beider Eingabeebenen und schließt die Überschneidung aus.
Anwendungen
Umweltanalysten subtrahieren bebautes Land von Habitatkarten, um verbleibende Naturflächen zu identifizieren. Stadtplaner entfernen bestehende Parkgrenzen von einer Stadtfläche, um unterversorgte Gebiete ohne Grünflächen zu finden. Verkehrsplaner entfernen bestehende Versorgungsgebiete von einer Zielregion, um Lücken in der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu identifizieren. Naturschutzmanager subtrahieren bereits geschützte Flächen von prioritären Habitaten, um Akquisitionsbemühungen zu fokussieren. Versorgungsunternehmen entfernen versorgte Gebiete von Konzessionsgebieten, um Bereiche mit Bedarf an Infrastrukturausbau zu identifizieren.
Überlegungen
Die Differenzoperation ist nicht kommutativ: Die Subtraktion von A von B liefert andere Ergebnisse als die Subtraktion von B von A. Wie bei anderen geometrischen Operationen können Präzisionsprobleme an gemeinsamen Grenzen sogenannte Sliver-Polygone erzeugen. Für bidirektionale Analysen, bei denen ausschließliche Bereiche beider Eingaben benötigt werden, ist die symmetrische Differenzoperation die geeignetere Wahl.
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