Was beschreiben die Untergrundklassen R, S und T?
Die Untergrundklassen sind die geologischen Untergrundklassen der deutschen Erdbebenbemessung nach DIN EN 1998-1/NA: R für Gebiete mit felsartigem Untergrund, T für Übergangszonen mit flacheren Sedimenten und S für Regionen tiefer Sedimentbecken. Zusammen mit der Erdbebenzone parametrisiert die Untergrundklasse die Erdbebeneinwirkung, für die ein Tragwerk auszulegen ist. Mapular stellt diese Klassen als abfragbare Polygone bereit, sodass sich beide seismischen Parameter für jeden Standort programmatisch auslesen lassen.
Wie verbindlich sind Untergrundklassen in der Erdbebenbemessung?
Rechtliche Wirkung
Referenzdaten
Belastbare Grundlage für Analyse und Screening. Eine eigene rechtliche Wirkung hat sie nicht.
Die geologischen Untergrundklassen R, S und T sind in der DIN EN 1998-1/NA definiert, dem deutschen Nationalen Anhang zum Eurocode 8 für die Erdbebenbemessung. Die Klassifikation parametrisiert eine verbindliche Bemessungsnorm; dieser Layer ist Referenzdatenbestand, der sie als Geodaten verfügbar macht.
Was das für Sie bedeutet
Für Ihren Workflow ist die Untergrundklasse der zweite seismische Eingangswert neben der Erdbebenzone: Gemeinsam bestimmen sie das Antwortspektrum für den Erdbebennachweis. Beides als Daten zu haben heißt, dass Ihr seismisches Screening von Anfang an das vollständige Parameterpaar abdeckt. Der verbindliche Nachweis bleibt Aufgabe des Tragwerksplaners.
Welche Attribute enthalten die Untergrundklassen?
- Untergrundklasse: Die geologische Untergrundklasse R, S oder T gemäß DIN EN 1998-1/NA: felsartiger Untergrund, tiefe Sedimentbecken oder der Übergangsbereich dazwischen.
- Zonengeometrie: Die Klassengrenze als Polygon, sodass jede Adresse oder Koordinate verschnitten und genau einer Untergrundklasse zugeordnet werden kann.
- Bundesland: Das Bundesland, zu dem das jeweilige Polygon gehört, für Filterung, Auswertungen auf Landesebene und Portfolioaufschlüsselungen.
- Klassifikationsgrundlage: Der Verweis auf die zugrunde liegende Norm DIN EN 1998-1/NA, der dokumentiert, welchem Klassifikationsschema der Wert folgt.
Die Verteilung der Untergrundklassen spiegelt die Geologie Deutschlands: Felsartiger Untergrund (R) dominiert die Mittelgebirge, tiefe Sedimentbecken (S) prägen Regionen wie die großen Flusstäler und Becken, und Übergangszonen (T) liegen dazwischen. Weil Geologie keine Landesgrenzen kennt, enthalten die meisten Bundesländer mehr als eine Klasse.
Was können Sie mit Untergrundklassen als Geodaten tun?
- Vervollständigen Sie Ihr seismisches Screening: Kombinieren Sie für jeden Standort Erdbebenzone und Untergrundklasse, die beiden Parameter, die DIN EN 1998-1/NA verlangt.
- Hinterlegen Sie frühe Tragwerksannahmen in seismisch relevanten Regionen mit einer dokumentierten R/S/T-Klasse, bevor Baugrunduntersuchungen beauftragt werden.
- Automatisieren Sie die Due Diligence für Portfolios am Rheingraben, auf der Schwäbischen Alb und im Vogtland, wo Zone und Untergrundklasse den Planungsaufwand prägen.
- Standardisieren Sie Ihre Dokumentation: Hängen Sie jedem Machbarkeitsbericht denselben klassifizierten Untergrundwert an, statt ihn von Hand aus Karten zu übertragen.
Woher stammen die Untergrundklassen?
Standardisierte geologische Untergrundklassifikationen aus dem deutschen Nationalen Anhang zum Eurocode 8, zusammengeführt in einem konsistenten, abfragbaren bundesweiten Layer.
Welche Bundesländer decken die Untergrundklassen ab?
Der Untergrundklassen-Layer deckt alle 16 Bundesländer ab. Die geologische Untergrundklasse lässt sich damit für jeden Standort bundesweit abfragen und direkt mit der Erdbebenzone desselben Standorts kombinieren.
Abdeckung nach Bundesland
- BBBrandenburgVerfügbar
- BEBerlinVerfügbar
- BWBaden-WürttembergVerfügbar
- BYBayernVerfügbar
- HBBremenVerfügbar
- HEHessenVerfügbar
- HHHamburgVerfügbar
- MVMecklenburg-VorpommernVerfügbar
- NINiedersachsenVerfügbar
- NWNordrhein-WestfalenVerfügbar
- RPRheinland-PfalzVerfügbar
- SHSchleswig-HolsteinVerfügbar
- SLSaarlandVerfügbar
- SNSachsenVerfügbar
- STSachsen-AnhaltVerfügbar
- THThüringenVerfügbar
Wo das Bundesland diese Ebene veröffentlicht, führen wir sie: heute 16 von 16 Bundesländern. Wo nicht, sagen wir das.
Abdeckungslücke
Ihre Zielregion ist nicht abgedeckt?
Die Abdeckung folgt dem, was jedes Bundesland und jede Gemeinde tatsächlich digitalisiert hat. Es gibt also echte Lücken, und sie liegen nicht immer dort, wo man sie erwartet. Nennen Sie uns Region und Ebene, und wir prüfen, was sich dafür beschaffen lässt, auch Daten, die wir heute nicht aufführen.
Sagen Sie uns, was Sie brauchenWie erhalten Sie Zugriff auf den Untergrundklassen-Layer?
Ein einheitlicher Datensatz: Bereit für die direkte Integration in Ihre GIS-, CAD- oder BI-Tools. Standardformate, dokumentiertes Schema.
Mapular Explorer: Sofortige Planungsoberfläche, kein GIS-Setup erforderlich. Filtern, analysieren und exportieren Sie direkt aus Ihrem Browser.
Häufige Fragen zu Untergrundklassen
Was sind Untergrundklassen?
Untergrundklassen sind die geologischen Untergrundklassen der deutschen Erdbebenbemessung, definiert in der DIN EN 1998-1/NA, dem Nationalen Anhang zum Eurocode 8. Klasse R bezeichnet Gebiete mit felsartigem Untergrund, Klasse S tiefe Sedimentbecken und Klasse T den Übergangsbereich dazwischen. Zusammen mit der Erdbebenzone parametrisiert die Klasse die Erdbebeneinwirkung in der Bemessung.
Wofür stehen die Klassen R, S und T?
In der DIN EN 1998-1/NA steht Untergrundklasse R für Regionen mit felsartigem Untergrund, Klasse S für Regionen tiefer Sedimentbecken und Klasse T für Übergangszonen mit flacherer Sedimentüberdeckung. Die Klassifikation beschreibt auf regionaler geologischer Ebene, wie der Untergrund die seismische Bodenbewegung an einem Standort beeinflusst.
Wie werden Untergrundklassen zusammen mit Erdbebenzonen verwendet?
Die deutsche Erdbebenbemessung nach DIN EN 1998-1/NA benötigt beide Parameter: Die Erdbebenzone skaliert die Erdbebeneinwirkung, die geologische Untergrundklasse (R, S oder T) formt das Antwortspektrum, über das diese Einwirkung auf das Tragwerk angesetzt wird. Ein vollständiges seismisches Screening liest deshalb immer Zone und Untergrundklasse gemeinsam aus.
Ersetzt der Untergrundklassen-Layer eine geotechnische oder statische Untersuchung?
Nein. Der Layer liefert die standardisierte regionale Untergrundklasse als Referenzdaten und macht seismisches Screening und frühe Planungsannahmen schnell und konsistent. Die standortspezifischen Baugrundverhältnisse und der verbindliche Erdbebennachweis müssen weiterhin von qualifizierten Geotechnik- und Tragwerksingenieuren nach den geltenden Normen erarbeitet werden.
Warum Untergrundklassen als Geodaten statt aus Karten ablesen?
Als Geodaten werden die Untergrundklassen zu einem Standortattribut: Koordinate mit den Polygonen verschneiden und R, S oder T erhalten. Kombiniert mit der Erdbebenzone aus dem Schwester-Layer wird die seismische Vorbewertung so zur automatisierten Abfrage über ganze Portfolios, statt einer manuellen Kartenrecherche für jeden einzelnen Standort.
Welche Teile Deutschlands deckt der Untergrundklassen-Layer ab?
Der Untergrundklassen-Layer von Mapular deckt alle 16 Bundesländer in einem konsistenten Datensatz ab. Jedem Standort in Deutschland kann seine geologische Untergrundklasse R, S oder T zugeordnet werden, und der Wert lässt sich direkt mit der Erdbebenzone desselben Standorts für das seismische Screening kombinieren.